„Wir sind Kirche"Gruppe Offenbach |
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"Wir sind Kirche" - Netzwerk Bistum Mainz
"Was geschah im Jahr 2010
auf Diözesanebene Mainz?" — Ein RückblickBei herrlichem Frühlingswetter trafen sich am 10. April achtzehn !!! KirchenVolksBewegte Wandersleut in Altenstadt zur meditativen Wanderung unter der bewährten Führung von Rudolf Roth.
Start war in Wickstadt, wo wir in der barocken Kirche mit einer Besinnung begannen. Als "Grenzgänger" durchquerten wir den lichten Frühlingswald und setzten in der Wallfahrtskirche Maria Sternbach einen weiteren Impuls.
Ganz berührt von der Ausstrahlung dieses wunderschönen verborgenen Ortes, setzten wir unseren Weg fort zum Kloster Engelthal.
Auch dort gab es einen schönen Raum für weitere Grenzbetrachtungen.
Über Felder und Wiesen erreichten wir den Limeshof in Altenstadt, wo wir mit einer kräftigen, köstlichen Suppe verwöhnt wurden. Das Teilen vom Mitgebrachten hätte noch viele hungrige Mägen füllen können und gute Gesoräche rundeten den wunderschönen Tag ab.Vom 8. bis 12. Mai stand die letzte Etappe der Wir-sind-Kirche Pilgerradtour auf dem Programm. Über 30 Wir-sind-Kirche Begeisterte trafen sich in Nürnberg, um der Gruppe "Ökumene rollt" entgegen zu fahren. In Heroldsberg, ca. 20 km nördlich von Nürnberg, stießen wir auf die ca. 100 Pilger vom ökumenischen Domgymnasium Magdeburg, die schon 10 Tage von Berlin aus auf den Rädern saßen.
Unter Polizeieskorte gings auf schnellen Straßen zum Rathaus Nürnberg. Die Stadt empfing alle Radpilger im historischen Ehrensaal und bewirtete sie fürstlich.
Die folgenden 3 Tage, erst entlang des Main-Donau Kanals, dann im Regen durch das Altmühltal und schließlich durch die Hallertau bis Freising radelten wir 30 WSK'ler auf Radwegen ganz "unter uns".
Am 12 Mai trafen wir die "Ökumene rollt" wieder in Ismaning und rollten mit der großen Gruppe - auf allen Seiten beschützt von der Polizei - in München ein. Der Empfang dort an der Pauluskirche und der Gottesdienst war dann auch das Ende unsrer Pilgerradtour von Berlin, die im letzten Jahr mit 2 Etappen zu je einer Woche unter meiner Leitung durchgeführt wurde. Wir haben also wirklich den Geist des ersten ÖKT von 2003 nach München zum 2. ÖKT gebracht und dabei eine wunderbare Gemeinschaft mit vielen unvergessenen Augenblicken erlebt!!!Während des 2. Ökumenischen Kirchentags vom 12. bis 15. Mai wehte uns ein kalter Wind entgegen und geregnet hat es auch häufig. Trotzdem hatten wir "Kirchenreformer" an unserem traditionellen "Jakobsbrunnen" in den Messehallen zu den stündlich wechselnden Themen und Gesprächspartnern immer dicht gedrängte Besucherreihen.
Unsere vielseitigen Podienveranstaltungen waren z.T. überfüllt und die Mahlfeier ohne Kleriker fand großen Zuspruch in der riesigen St. Maximilian Kirche!
in den öffentlichen Verkehrsmitteln war die Bereitschaft zum Gespräch mit wildfremden Menschen enorm hoch und so gelang es uns von Mittwoch Abend bis Samstag Mittag so viele Menschen zu einer Menschenkette zu motivieren, dass die ca. 3 km von der evangelischen Bischofkirche St. Matthäus zum katholischen Liebfrauendom dicht geschlossen, z.T. sogar mehrreihig stand. Und mit Laola-Wellen sangen und riefen die Menschen: "Für die gemeinsame Mahlfeier - jetzt". Für mich war diese Menschenkette der größte Erfolg dieses 2. ÖKT - zeigt es doch, wie sehr die Menschen die Einheit herbei sehnen.15 Jahre KirchenVolksBewegung war der nächste Grund zum Feiern. Dafür organisierten Monika Schulz-Linkholt, WSK-Sprecherin aus Mannheim (Bistum Freiburg) und ich (Bistum Mainz) eine "Schifffahrt gegen den Strom ... von Rom".
Mit über 130 begeisterten Wir-sind-Kirche Anhängern und Sympathisanten (natürlich auch ..Innen!) fuhren wir mit der MS Europa von der Rhein-Neckar-Fahrgast Schiffahrt GmbH bei herrlichem Wetter am 12. September von Bingen nach Mannheim. Beim etwas anderen Gottesdienst (das Evangelium vom neuen Wein, den man nicht in alte Schläuche füllt, ermutigte uns dazu) schrieben wir alles, wovon wir uns trennen wollten, auf A4-Blätter. Aus diesen Blättern bastelten wir Schiffchen, welche die Kinder beim Zwischenstop in Mainz ins Wasser setzten und die so vom Strom von uns weg getragen wurden. Eine DVD von den Anfängen der KirchenVolksBewegung ließ uns wieder die Begeisterung der ersten Stunde erleben. Eine Zusammenstellung der Aktivitäten der letzten Jahre zeigte, wieviel Wir-sind-Kirche schon in den Köpfen der Menschen bewegt hat, wenn auch bisher keine unsrer 5 Forderungen erfüllt sind, die 1995 von 1,8 Millionen Katholiken in Deutschland unterschrieben worden sind.
An seinem kirchenkabarettistischen Talent ließ uns ein langjähriger Wegbegleiter teilhaben und erheiterte damit alle Zuhörer im vollbesetzten Vorderschiff. Viel zu schnell waren die 8 Stunden vergangen, als wir Mannheim erreichten und der Himmel sich zum Abschied verfinsterte. Es musste Abschied genommen werden und alle fuhren in die verschiedensten Richtungen nach Hause mit der wunderbaren Erinnerung an ein gelungenes Fest.Unser Herbsttreffen in St. Paul am 9.10., das die Offenbacher Mitglieder vorbereitet hatten, stand unter dem Titel: "Wir alle sind Kirche. Das heißt ...".
Die etwa 20 Teilnehmenden tauschten sich darüber aus, was es für jede/n Einzelne/n konkret heißt, Kirche zu sein. Im anschließenden Gottesdienst, der in bewährter, authentischer Form gefeiert wurde, konnten die Ergebnisse der Gemeinde mitgeteilt werden. - Ein berührendes Erlebnis mit Gleichgesinnten!!Die nächste meditative Wanderung könnte uns wieder ein Stück auf dem rheinhessischen Jakobsweg weiter führen. - Oder hat jemand eine bessere Idee??
Da Ostern erst am 24.4. ist, schlage ich den 8. Mai 2011 dafür vor.Dietgard Heine
KirchenVolksBewegung „Wir sind Kirche"
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