Gemeindeleben
St. Paul

Rückblicke und Bilder

Ausschnitt aus dem Weltenkreuz in St. Paul

Weitere Bilder gibt es auf den Seiten von Familientreff, pax christi und "Wir sind Kirche",
Fotos unserer Partnergemeinde Oras auf der Philippinenseite.

Hier zu betrachten:

Erntedanksonntag 2011 mit Besuch von Zenaida Mique und Gemeindeessen
Seniorenfreizeit 2011
Pfarrfest 2011
Pfingsten 2011
Gemeindeausflug 2011
Erstkommunion 2011 und Ausflug der Kommunionkinder
Liturgische Nacht der Dekanats-Ministrantinnen und - Ministranten
in St. Paul am Dienstag, 19. April 2011
Palmsonntag 2011
Fasching - Familiengottesdienst am 6. März 2011
Vorstellung der neuen Kommunionkinder im Familiengottesdienst am 23. Januar 2011
75. Geburtstag von Pfarrer Kurt Sohns am 20. August 2010
- Bilder vom Fest - Glückwunsch - Rückblick -
Stephanus und Paulus - die neuen Skulpturen im Hof von St. Paul, August 2010

Erntedank-Sonntag 2011
mit Besuch von Frau Zenaida Mique und Gemeindeessen

Die Erntedankgaben im Altarraum und die Mandalas im Mittelgang der Kirche waren wie auch der
Familiengottesdienst sehr schön und mit viel Liebe und Mühe vom Kindergarten vorbereitet.

Zenaida Mique berichtet über die Philippinen
und unsere Partnergemeinde Oras
(hier mit Übersetzerin Deborah Winkler-Löw)
  • Nach dem 9:30-Uhr-Familiengottesdienst wurde mit Kaffe und Kuchen, gestiftet von Kindergarteneltern, im Pfarrhof gefeiert.
  • Nach dem 11:30-Uhr-Gottesdienst gab es ein leckeres Gemeindeessen mit Zenaida Mique im Pfarrsaal.
Fleißige Helferinnen im Hintergrund all der gelungenen Feiern.
Herzlichen Dank auch wieder an Karl-Heinz Müller für die schönen Fotos!

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Seniorenfreizeit 2011

Ein Bild vom Team, das die Gruppe in Schmerlenbach betreute und erfreute.
Alles war gut vorbereitet.
- Psalmbetrachtung, - Spiel, - kreative Stunden und Erholung im Park,-
der Wandel durch das Labyrinth und der Ausflug,-
ja auch Freizeit, es war eine gelungene Komposition..-

Foto und Worte: M. Boettcher

Familiengottesdienst am Pfarrfest 2011

Pfingsten 2011

Gemeindeausflug St. Paul
am 18. Mai 2011

Gemeinde unterwegs ...

Am Mittwoch, dem 18. Mai, war unser diesjähriger Gemeindeausflug.
Bestens geplant und vorbereitet wie immer. Dafür vielen herzlichen Dank.

Die Fahrt führte uns durch den Vorder-Taunus, besonders schön zu dieser Jahreszeit, zuerst zum Koptisch-orthodoxen Kloster des Hl. Antonius in Kröffelbach. Die Mönche empfingen uns mit großer Gastfreundschaft. In der Kirche hörten wir einen Bericht über die koptische Kirche. Im Gespräch mussten wir leider feststellen, dass auf dem Weg zur Ökumene nur zaghafte Schritte zu bemerken sind. Dann fuhren wir in Richtung Bad Camberg zum Mittagessen im Restaurant „St. Georg“, - gute Speisen-Auswahl. Es hat allen gemundet. Und weiter ging es mit unserem netten Busfahrer nach Gnadenthal zur Jesus-Bruderschaft. Ein echtes Kontrast-Programm, vom Kloster zu einer Kommunität von zölibatär lebenden Männern und Frauen sowie Familien mit Kindern. Sie haben Jesus als Mittelpunkt ihres Lebens und Arbeitens gefunden. Sie bewohnen die alte Kloster-Anlage mit unterschiedlichen Häusern und dem „Haus der Stille“ für Exerzitien und Tagungen. Wir hatten genug Zeit, um uns umzuschauen, besonders in der schönen Buchhandlung auf dem Gelände. Nach ausgiebiger Kaffeepause trafen wir uns in der Klosterkirche zur Abschlussandacht. Sie wurde gestaltet von zwei Frauen aus unserer Gemeinde unter dem Thema „Ökumene“.

Wir fuhren in die Heimat zurück mit der Erkenntnis, dass die Wege des Glaubens und der Gotteserfahrung sehr unterschiedlich sind. Wir gehen auf Pfingsten zu mit der Bitte, uns als Einzelne, christliche Kirchen und Gemeinschaften zu öffnen für das Kommen des Gottes-Geistes.

Edith Rosenberger


Eingang koptisches Kloster

Ikonostase koptisches Kloster

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Erstkommunion in St. Paul
am 8. Mai 2011

 

Ausflug der Kommunionkinder

Nach dem feierlichen Gottesdienst zur Erstkommunion, der von vielen Seiten als sehr schön und kindgerecht gelobt wurde, trafen sich die Kommunionkinder aus St. Marien und St. Paul, um die lange Vorbereitungszeit mit einem gemeinsamen Ausflug zu beschließen.

Bei strahlendem Sonnenschein verging die Zeit im Heinrich-Kraft-Park in Fechenheim viel zu schnell. Es wurde mit dem Fallschirm Katz und Maus gespielt, einige probierten sich beim „Wikinger-Schach“ mit zielgenauem Werfen und immer wieder lockte das große Klettergerüst zum Fangen und Verstecken spielen. Zwischendurch wurde sich mit Brötchen, Würstchen, Käsewürfeln, Muffins, Obst und Gemüse gestärkt und natürlich viel getrunken. Mit diesem fröhlichen Nachmittag endete offiziell die Erstkommunion-Vorbereitung, doch einige Kinder werden wir sicher im Gottesdienst wiedersehen – als Ministrantin und Ministrant oder als Gast an Gottes Tisch.

Für das Vorbereitungs-Team
Susanne Seikel

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Liturgische Nacht der Dekanats-Minis
in St. Paul - Karwoche 2011

 

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Palmsonntag 2011

Palmweihe und das im Lauf der Fastensonntage bis zum Palmsonntag fertig gestellte Fastenkreuz

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Fasching 2011
* Familiengottesdienst am 6. März *

Der Gottesdienst war vorbereitet mit der Kita, die Kinder konnten verkleidet kommen.

Der schöne ist der Hofberichtsbildermacher von St. Paul
bekannt uneter dem Namen
Wicki carlson DER FURCHTLOSE ESSER UND TRINKER

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Vorstellung der Kommunionkinder
im Familiengottesdienst am 23.01.2011

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75. Geburtstag von Pfarrer Kurt Sohns
* Fest in St. Paul am 20. August 2010 *

Hier eine Auswahl schöner, ausdrucksvoller Bilder von dem Fest — Herzlichen Dank an den Fotografen
und an unseren Pfarrer, der die Bilder für die Internetseiten der Gemeinde zur Verfügung gestellt hat.


Gottesdienst

Kreuz und Fahne

Messdiener

Diakon und andere

Frau Müller mit Bild eines Kindes von Oras.
Viele haben gespendet.

Pfarrer wird beschenkt

Organist Olaf Joksch mit Pfarrer

Gäste mit Gläsern;
Freude mit Ernst

Spielendes Kind beim Fest

Unser früherer Gemeindereferent Guthier-Wacker

Ehepaar Heberer (Kirchenrechner)

Vertreter der Caritas

Diakon Schäfer und Gemeinderatsmitglied

Verteter von "Offener Kirche"
und Kirchenverwaltungsrat

Pastoralreferent Joaquim Nunes
unserer portugiesischen Partnergemeinde

Gelb ist die Farbe unseres Familientreffs

Noch einmal schöne Geschenke

Herzlichen Glückwunsch unserem Pfarrer!

„Er ist ziemlich links, aber glaubwürdig in dem, was er tut!“
So lautete ein Ausspruch aus den Reihen der Diözesanleitung, als man mich als frisch geweihten Diakon nach Sankt Paul zu Pfarrer Kurt Sohns sandte.
Und es ist schön, dass man ihn nicht nur in unserer Gemeinde, sondern auch in Mainz für glaubwürdig hält. Fern jeglichen Personenkults, der Kurt Sohns zuwider wäre, feiern wir diese Tage aber nicht nur die Person. Wenngleich sein Einsatz, sein scheinbar pausenloses Engagement und sein Dasein für die Menschen dies rechtfertigen würden.
Aber hinter der Person Kurt Sohns steht ja auch eine Botschaft, ein Programm könnte man sagen. Im zu Ende gehenden Jahr des Priesters, das Papst Benedict XVI ausgerufen hatte, wird an diesem Wochenende Pfarrer Sohns` Einsatz gewürdigt, das, wofür er steht (und aufsteht): Der Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung wird genauso mit ihm und Sankt Paul verbunden wie die (Gott sei es gedankt) nicht ermüdende Forderung nach Zulassung von verheirateten Männern und Frauen zu den kirchlichen Weiheämtern und das gemeinsame Mahl der Christen – um lediglich Schwerpunkte zu nennen. Immer geht es um die Forderung des freien Wortes in der Kirche.

Mit diesen kritischen Aussagen lassen sich sicher keine Titel gewinnen, sondern man eckt an, stößt zuweilen auf Widerspruch, ist streitbar - und bleibt sich und der Sache treu – eben glaubwürdig. Und die lebendige und bunte Gemeinde Sankt Paul zeigt, dass sie hinter diesen wichtigen Fragen der Zeit und vor allem hinter ihrem Pfarrer steht.
Ja, unsere Gemeinde feiert heute ihren Pfarrer und das, wofür er steht.
Und er wird nicht umhinkommen, sich feiern zu lassen. An diesem Wochenende steht er im Mittelpunkt – und das geschieht ihm recht so!

Herzlichen Glückwunsch, Pfarrer Sohns!

Diakon Oliver Schäfer

Nach dem Fest

Einer meiner Vorgänger in St. Paul, Pfarrer Fischer-Wolpert, hat in einer öffentlichen Veranstaltung der Gemeinde erklärt, er schätze seinen Beruf sehr hoch ein und wolle nichts anderes in der Kirche sein. So werden nicht alle sprechen, die diesen Beruf gewählt haben. Dafür gibt es viele Gründe. Einer der Gründe scheint der zu sein, dass der Freiheitsraum in der Kirche als zu eng empfunden wird. Wenn wir uns die entscheidenden Richtlinien für das Leben, nicht nur als Priester, aber auch als Priester, von der Bibel geben lassen, dann ist der Freiheitsraum sehr weit. Der Freiheitsraum, den die Bibel vorgibt, ist nicht von Willkür, sondern von Verantwortung bestimmt.
Paulus schreibt im Römerbrief von der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes (8,21). Im 2. Korintherbrief lesen wir: „Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“ (3,17). Um deutlich zu machen, dass Freiheit mit Verantwortung verbunden ist, ist es notwendig, dass wir Lernende bleiben. Unser Pfarrgemeinderat hat mit dem Pfarrgemeinderat von St. Marien im Versuch, dem Kooperationsvertrag des Pfarreienverbundes Offenbach-Innenstadt eine Präambel zu geben, folgenden Text beschlossen: „Unsere Gemeinden sind in die große Gemeinschaft der katholischen Kirche eingebunden. Wir sind dankbar für die Impulse, die wir von der Kirchenleitung und von verschiedenen Gemeinden, Verbänden und Gruppen, aber auch von einzelnen Menschen erhalten, die uns helfen, die Zeichen der Zeit (Mt 16,4) und die Verantwortung gegenüber Gott besser zu verstehen. Unsererseits sehen wir uns verpflichtet, was uns im Glaubensleben, im Betrachten der Heiligen Schrift, im Beten, in der Feier der Gottesdienste, in der Begegnung mit Menschen wichtig geworden ist, als Sendungsauftrag an andere weiterzugeben. Wir stehen zum freien Wort in der Kirche, selbst wenn es ein kritisches Wort sein muss, das auf Widerspruch stößt. Die Berechtigung dazu sehen wir darin, dass Jesus eine geschwisterliche Kirche gewollt hat (Mt 23,8)“ (Teil der Präambel).
Das Wort von der geschwisterlichen Kirche ist eher von der Basis als von der Kirchenleitung als konstitutiv für die Kirche erkannt. Zur geschwisterlichen Kirche gehört das geschwisterliche Gespräch, in dem auch Kritik ihren Platz hat. Solange aber eine offene Kritik, wie sie durch den Leiter der katholischen Journalistenschule, Michael Brock, geschah, durch bischöfliche Reaktion mit Aufgabe der bisherigen Arbeit bezahlt werden muss, steht es nicht gut mit der geschwisterlichen Kirche. Die Folge davon wird sein, dass das Gespräch mit der Kirche(nleitung) von vielen Seiten als uninteressant aufgegeben wird. Und die Lebendigkeit der Kirche verliert an Kraft und Kreativität. Christa Wolf schreibt in ihrer Erzählung „Kassandra“: „Da ich das Wichtigste nicht sagen durfte, fiel mir nichts mehr ein“.
Friedrich Hölderlin hat ein Hoffnungswort geschrieben, das von allen, ganz besonders von uns als Kirche ernst genommen werden muss, obwohl es nicht direkt auf Kirche bezogen ist: „Viel hat von Morgen an, / Seit ein Gespräch wir sind und hören voneinander, / Erfahren der Mensch; bald sind wir aber Gesang“. Wie zutreffend dieses Wort ist, lässt sich erkennen an der ökumenischen Bewegung. Solange die beiden christlichen Kirchen sich gegenseitig abwerteten, lebte die Feindschaft. Die leidvollen Erfahrungen der gottlosen Hitler-Diktatur haben die Kirchen den Wahnsinn ihrer Zerstrittenheit spüren lassen. Wertvolle Schritte aufeinander zu wurden getan. Das 2. Vatikanische Konzil hat Wege zueinander geebnet. Seit Jahren stockt die ökumenische Bewegung. Doch wir brauchen die Einheit der christlichen Kirchen bis hin zur Anerkennung eines gemeinsamen eucharistischen Mahls, auch bis zur Erkenntnis, dass die Weihe von Frauen zu Priesterinnen keineswegs eine Verletzung der Treue zu Jesus ist, um spirituell stark zu sein. Das hat auch dafür eine große Bedeutung, überzeugend das Gespräch mit dem Islam führen zu können.
Wie notwendig dieses Gespräch ist, zeigt sich im Blick auf die Menschenrechte. Wir haben selbst furchtbare Erinnerungen an die Missachtung von Menschenrechten, Zwangsbekehrungen, Folterungen bei so genannten Hexenprozessen, Religionskriege. Wir sind aber überzeugt, dass Gottes Geist am Werk ist, um die Sache Jesu zur Geltung zu bringen. Der Theologe Johann Baptist Metz hat unsere Zeit als die Zeit der „Kleinen Propheten“ gedeutet. Wichtige, zu oft noch übersehene biblische Aussagen zeigen, dass diese Deutung ein tragbares Fundament hat: Gott macht durch die, die zu den Unbeachteten gehören, Seine Wahrheit erkennbar (Mt 11,25; dazu: Apg 2,17-18). Ohne überheblich zu sein, dürfen wir sagen: Mit der Wahrheit Jesu ist es unvereinbar, dass eine Frau, die wegen Ehebruch angeklagt ist, durch Steinigung hingerichtet wird. „Der von euch, der ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie“ (Joh 8,7). Wir dürfen dankbar sein für dieses Zeugnis und viele andere Zeugnisse Jesu, mit denen er für die Würde des Menschen eintritt.
Wir als Christinnen und Christen, als Einzelne und als Institution sind noch weit entfernt, der Sache Jesu gerecht zu werden. Diese Erkenntnis soll uns nicht zur Resignation bringen, sondern Herausforderung sein, die Zeichen der Zeit (Mt 16,3; Lk 12,56) zu beachten. Das erfordert unsre ganze Kraft, und in Vielem fühlen wir uns überfordert. Doch es bereichert uns auch und erweitert unsre Welt, unsre Sicht der Welt.

Das sind einige Gedanken, die mir vor und nach der Feier meines Geburtstags kamen. Die Feier war für mich ein ganz wertvolles Geschenk der Gemeinde. Ich empfinde eine große Dankbarkeit. Und ich bin froh, dass viele ihre Freude über unser Gemeinde-Sein zum Ausdruck gebracht haben. Allen, die den 20. August vorbereitet haben, die ihn gestaltet haben, die durch Briefe, E-Mails, Telefongespräche dabei waren, die durch ihr Mitfeiern erfahren ließen, wie schön Gemeinschaft sein kann, sage ich von Herzen Dank. In der Eucharistiefeier haben wir unsere gemeinsame Dankbarkeit vor Gott zum Ausdruck gebracht. Wir dürfen vertrauen, dass Gottes Segen uns auch in Zukunft als Hoffende leben lässt.

Kurt Sohns

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Stephanus und Paulus
- Skulpturen im Hof von St. Paul -

Herzlichen Dank an Martin Böttcher, der uns die Fotos zur Verfügung gestellt hat!

Artikel aus dem Pfarrbrief 32 vom 08.08.2010:

Stephanus - Paulus: Symbole der Hoffnung

Zwei biblische Figuren geben seit ein paar Tagen dem Pfarrhof von St. Paul ein neues Gesicht. Skulpturen im Hof von St. PaulWer von der Kaiserstraße in den Hof kommt, sieht – umschlossen von den vier Bäumen – Stephanus und Paulus. Dass Paulus zu unserer Gemeinde gehört, ist selbstverständlich. Doch was nicht alle wissen: Das Patronatsfest des Heiligen ist am 25. Januar „Fest der Bekehrung des heiligen Apostels Paulus“. Damit ist Paulus beschrieben als einer, der eine bewegte Geschichte hinter sich hat. Und Stephanus gehört zu dieser Geschichte.

Er war einer der bedeutenden Zeugen der frühen Kirche. Seine von der Wahrheit Jesu geprägte Verkündigung brachte ihn in Konflikt mit der jüdischen Gerichtsbarkeit. Stephanus warf seinen Gegnern vor: „Immer werft ihr euch dem Heiligen Geist entgegen“ (Apg 7,51). Die Wut seiner Gegner steigerte sich so weit, dass sie Stephanus steinigten.

Unsere Stephanus-Figur stellt seine Steinigung dar. Doch vor allem zu erkennen ist; wie Stephanus nicht im Hass und in der Grausamkeit, denen er sich ausgesetzt sieht, untergeht, sondern selbst in dieser Situation die größere Wahrheit darin erlebt, was in seinen Worten zum Ausdruck kommt: „Da! Ich schaue die Himmel: durch und durch offen und den Menschensohn stehend zur Rechten Gottes“ (Apg 7,56).

Dieses Erlebnis kann Paulus nicht unberührt gelassen haben. Das letzte Wort des Berichts vom Tod des Stephanus lautet zwar: „Saulus aber war mit seiner Hinmordung einverstanden“ (Apg 8,1). Damit aber war das letzte Wort nicht gesprochen. Wenn Menschen fanatisch eine Wahrheit bekämpfen, kann das ein Zeichen dafür sein, dass die bekämpfte Wahrheit sie nicht kalt lässt.

Es ist eine fanatische Religiosität, die Paulus treibt, grausam gegen Frauen und Männer vorzugehen, die den Weg Jesu gehen. Die Apostelgeschichte schildert, wie er auf dem Weg nach Damaskus ein „umwerfendes“ Erlebnis hat. In der Erzählung wird bildhaft dargestellt, was er innerlich erlebt. Er erlebt, dass „seine“ Wahrheit gegen die größere Wahrheit, wie sie von Jesus verkündet, von vielen gelebt, von Stephanus im Sterben noch bezeugt wird, nicht bestehen kann. Die von Jesus ausgehende Weisung führt Paulus zu christlichen Menschen in Damaskus. „Es wird dir gesagt, was du tun musst“ (Apg 9,6).

Die Neuorientierung des Paulus wird in der Paulus-Figur dargestellt. Es ist interessant, daraufhin die Stephanus-Figur mit der Paulus-Figur zu vergleichen. Stephanus ist ausgerichtet auf Gott, der ihm durch Jesus gewissermaßen vertraut ist. Er „sieht“ Gott und Jesus. Die Haltung des Paulus ist verhalten. Er kennt Jesus noch nicht. Doch sein Kämpfen gegen Jesus, sein Erlebnis mit dem sterbenden Stephanus, das Elend, das er schafft, indem er Gewalt ausübt gegen glaubende Menschen, all das hat ihn nicht ruhig dahinleben lassen. So sehen wir ihn betroffen von der neuen Wahrheit, für die sein Herz in Zukunft schlagen wird -, fragend, wie er mit Neuem umgehen kann -, mit geschlossenen Augen das Licht trinkend, es tief in sich einlassend.

Die Künstlerin, der wir diese Figuren verdanken, ist Frau Inge Schmidt, eine Offenbacherin, die jetzt schon lange in Südfrankreich lebt und in Frankreich durch mehrere Ausstellungen vielen bekannt geworden ist und viele Preise erhalten hat. Eine Ausstellung, die sie in Bensheim hatte, konnte ich besuchen und war stark beeindruckt davon.

Als ich im vergangenen Jahr Frau Schmidt fragte, ob sie für St. Paul eine Paulus-Figur gestalten würde, war sie gleich dazu bereit. Der Gedanke zur zweiten Figur entwickelte sich aus einer Ansprache, bei deren Vorbereitung mir zum ersten Mal deutlich wurde, dass Stephanus mehr mit der Neuorientierung des Paulus zu tun hat, als es zunächst scheint. Paulus beschreibt sich im 1. Korintherbrief als der Geringste der Sendboten, weil er die Gemeinde Gottes verfolgt hatte. Dazu aber schreibt er das schöne Wort, in dem er zum Ausdruck bringt, dass nicht unser Versagen und unser gnadenloses Tun das Größte sind: „Durch Gottes Gnade aber bin ich, was ich bin. Und seine Gnade, die er mir zugewandt, ging nicht ins Leere“ (15,10). Auch wenn Paulus mit der Hinmordung des Stephanus einverstanden war (Apg 8,1), er erlebte etwas Gnadenhaftes im Sterben des Stephanus. Er erlebte sein Sterben als ein Sterben in Hoffnung: „Da! Ich sehe den Himmel offen“, und als das Sterben eines Liebenden, der noch darum besorgt war, dass die Hassenden nicht die Verlorenen sein sollen (Apg 7,60).

Ich hoffe, dass von unseren Figuren auf die, die sie betrachten, eine Hoffnung ausgeht. Wir erleben ja heute viel Fanatismus, religiösen Fundamentalismus, und das Leben wird dadurch bedroht und zerstört. Fanatismus und Fundamentalismus sind nicht Zeichen von Stärke. Wir brauchen Menschen wie Stephanus, die glaubhaft sind, weil sie nicht in einer geschlossenen Welt, sondern mit einem offenen Himmel leben. Und wir brauchen Menschen, die wie Paulus sich treffen lassen vom Gnadenhandeln Gottes und bekennen können: Seine Gnade, die Gott mir zugewandt hat, ging nicht ins Leere.

Kurt Sohns

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Gott !

Ja, wer sonst ?

Bringt die Sonnenuhren
zum Laufen


KHM

Sonnenuhren am Dom zu Wetzlar (li kath., re ev.) - Fotos und Text von Karl Heinz Müller


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